Nach der Maturität am Mädchengymnasium II erwarb sie 1968 am Lehrerseminar Basel-Stadt das Lehrerpatent. Schon als junge Lehrerin erkannte sie die Bedeutung von Sprech- und Sprachentwicklung bei Kindern. 1973 schloss sie die Logopädenausbildung SAL in Zürich ab und erwarb 1975 das Diplom A als Schwerhörigenlehrerin BSSV. Parallel zur ihrer Tätigkeit als Lehrerin und Logopädin an der Gehörlosen- und Sprachheilschule Riehen besuchte sie das Heilpädagogische Seminar der Universität Zürich, wo sie 1975 das Diplom als Gehörlosenlehrerin erlangte. 1976 bis 1983 unterrichtete sie an der Tagesschule in Münchenstein Kinder mit cerebralen Bewegungsstörungen.

In den Jahren 1976 bis 1980 amtierte sie als Präsidentin des Logopädenverbandes der Region Basel (LRB). Als Leiterin des Logopädischen Dienstes BS (1983 bis 2001) iniziierte sie u.a. 1989/90 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. J Prein und PD Dr. Dr. K. Honigmann den Aufbau der interdisziplinären Spalt-Sprechstunde, heute «Interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und verwandte Fehlbildungen der Klinik für Mund-, Gesichts- und Kieferchirurgie Universitätsspital Basel».

In regelmässiger Aus-, Weiter- und Fortbildung erwarb Susanne Codoni ein breites Wissen, das auch komplementäre Therapieformen umfasst, so z.B. Craniosacral-Therapie, Myofunktionelle Therapie, NLP–Training (body work, health and education) und Triple P. 2026 erwirbt sie das Certificat in Diagnostic Auriculaire Causal des Institute Dr. Nadja Volf in Paris.

Seit 1976 wirkt sie in verschiedenen Fachgremien mit und gibt ihre Kenntnisse in Publikationen, an Kongressen, Kursen und als Dozentin im In- und Ausland weiter.

1997 wurde Susanne Codoni von der Deutschen Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde in «in Würdigung und Anerkennung der aussergewöhnlichen Leistungen und Verdienste um die Phoniatrie und Pädaudiologie bzw. Logopädie» zum Ehrenmitglied ernannt.

Ab den 90iger Jahren entwickelte Susanne Codoni sukzessive ihr ganzheitliches Therapierkonzept der körperorientierten Sprachtherapie k-o-s-t, das auf dem diagnostischen Fundament der Schulmedizin aufbaut. Das Konzept ist beim Amt für geistiges Eigentum in Bern mit einer Schutzmarke eingetragen. Das Konzept k-o-s-t findet zunehmend internationale Resonanz.

2002 eröffnete Susanne Codoni eine eigene Praxis in Allschwil und verlegte diese 2018 nach Basel, und integrierte ihre selbständige Praxis in der Praxis Osteopathie Elisabethen.

Seit 1990 bis 2013 ist sie als Logopädin Mitglied in der Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalt-Sprechstunde des Universitätsspitals Basel und bis 2023 auch freie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie.

k-o-s-t bildet einen wesentlichen Bestandteil des neuen Masterstudiengangs (MAS) in Cranio Facial Kinetics Science an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel. Damit entsteht ein Basismodell zur Grundausbildung für medizinisch therapeutische Heilberufe.

Dank ihrem unentgeltlichen Einsatz konnten auch Patienten, Ärzte und Therapeuten in der Dritten Welt von der interdisziplinären «körperorientierten Sprachtherapie» (k-o-s-t) profitieren. Susanne Codoni hat dadurch einen beachtlichen Beitrag zum Erfolg klinisch wissenschaftlicher Partnerschaften (u.a. mit Universitäten in Nicaragua, Rumänien, Kambodscha und Indien) geleistet.

2011 wird sie von der Medizinischen Fakulatät der Universität Basel zur Ehrendoktorin ernannt.

2021 entstand mit ihr als Mitgründerin die CODONIS AG zur Herstellung von medizinischen Hilfsmitteln zur Stärkung der Orofazialen Muskulatur.

2024 gründete sie zusammen mit Sabine Finkbohner, Nicole Kiefer, Marlène Linder Lovis und Edina Vaska die k-o-s-t Academy.

Soziale Projekte Im Ausland

Seit Anfang der neunziger Jahre bis 2016 arbeitete Susanne Codoni für verschiedene ärztliche Organisationen (Nicaplast, Action sourire, Deutsche Cleft Kinderhilfe, i.A. Klinik für MKG Basel) in der dritten Welt: Nicaragua, Balkanländer (Serbien, Kroatien), Rumänien, Kambodscha, Kliniken in Indien (mehrere Aufenthalte in Hyderabad, Mysore, Vishakapatnam, Bangalore, Chennai) Peru, Vietnam.

2018 bis 2021 arbeitet sie für die Schweizer Stiftung Parasolka/CAMZ (www.parasolka.ch) in der Ukraine (Transkapatien) in einem interdisziplinären Therapeutenteam als Logopädin in Vylshany und in Tjachiv.

Im September 2018 gibt Susanne Codoni in Uzghorod einen Vortrag zum Thema «Wenn wir nur miteinander sprechen könnten – Kommunikationsstrategien/Formen bei behinderten Menschen». In Tjachiv gibt sie an der Jahrestagung einen Workshop und ist beteiligt am Podiumsgespräch. Diese Anlässe liefen alle unter der Organisation «Komitee der medizinische Hilfe in Transkarpatien», Ukraine Verein «Parasolka», Schweiz (www.parasolka.ch) und wurden unterstützt durch das Departement für Soziales Uzhoroder Nationaluniversität/Fakultät für Gesundheit.

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